GESTALTTHERAPIE, WAS IST DAS?

 

 

 

Als ich mich vor vielen Jahren zur Ausbildung am "Zentrum für Gestalttherapie" in Würzburg bewarb, wurde ich darauf hingewiesen, daß "Gestalt", nicht nur eine psychotherapeutische Methode sei, sondern auch eine Lebenseinstellung beinhalte.

 

Ich wußte zu diesem Zeitpunkt noch nicht genau, was damit gemeint ist; - heute jedoch ist es gerade das, was mich an Gestalttherapie fasziniert:

 

Die Auffassung der Gestalttherapie von "Menschsein", vom Prozeß inneren Wachsens und ihr Verständnis von Verantwortung sich selbst und anderen gegenüber, drückt äußersten Respekt vor dem Menschen in seelischen Schwierigkeiten und Nöten aus, aber auch großes Vertrauen in die (bislang ungenutzten!) Fähigkeiten, die er mitbringt, um gemäß seiner Bedürfnisse und seiner persönlichen Integrität für sich sorgen zu können.

 

Gestalttherapie zielt im Kern auf die Entwicklung der persönlichen Kontakt- und Beziehungsfähigkeit.

 

Ich antworte als Gestalttherapeut nicht nur auf die verbal geschilderte Problematik des Klienten, sondern auch auf körperlichen und emotionalen Ausdruck, und ich mache auf eventuelle Blockierungen im Verhalten und Erleben aufmerksam.

 

In dem Maße wie dem Hilfesuchenden, bewußt wird, wie er sich in seiner spontanen Bewegung, seinem Fühlen, und seinem Denken blockiert, wenn ihm bewußt wird, was er sich damit selbst antut, wird sein Bedürfnis nach eigener Veränderung seiner Situation unabweisbar werden.

 

Beides, - bewußte Aufmerksamkeit für die persönlichen Bedürfnisse wie auch  für die konkrete Art, wie jemand sich in seinem Tun selbst behindert, sind der Motor für persönliche Veränderung.

 

Ich werde ab und zu gefragt, ob meine Arbeit eine Art altruistischer Selbstaufopferung sei? - Nein, das ist sie nicht!

Ich erlebe viel Menschliches im Kontakt mit meinen Klienten; - und ich schätze es mit dabei zu sein, wenn ein Mensch aus (s)einer Enge findet und sich entfaltet.

 

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Weiterführende Informationen:

Gestalttherapie